|
Im Frühherbst sitzen die Designer an
einem leeren Computer Bildschirm, um die Arbeit am nächstjährigen
Auto zu beginnen. Durch Notizen und Ideen haben sie schon eine
Ahnung, wie das zukünftige Auto aussehen könnte und welche
Verbesserungen man anbringen kann, deshalb wird normalerweise
mit einem 1:2 Modell versucht diese Dinge auszuprobieren. Das
erste Auto in Originalgrösse wird jeweils ungefähr in der
Mitte des Januars fertiggestellt, dann haben die Fahrer die
Sitzprobe und besprechen die Positionierungen der Instrumente.
Jedes produzierte Chassis muss danach
einen Crash-Test bestehen, darauf erhält es ein Zertifikat für
die Rennen zugelassen zu werden. Der Motor, das Getriebe und die
anderen mechanischen Teile werden am Chassis montiert, nachdem
das Auto lackiert wurde. Eine speziell leichte Acrylfarbe wird
benutzt, die ganze Lackierung des Autos wiegt nur etwa zwei
Kilo. Zum Schluss werden Karrosserieteile wie Flügel oder
Motorabdeckung angebracht. Der letzte Schritt ist dann noch die
Beschriftung, alle Sponsorlogos werden genaustens aufgeklebt.
Gemäss Benetton-Designer Joan Villedelprat, vergehen
normalerweise 4-5 Monate, um ein Auto von Grund auf neu zu
konstruieren, dabei benötigt das Getriebe als kompliziertestes
Teil fast drei Monate für die Herstellung.
Übersetzt von Michael Herb
(Original-Artikel von F1 Tech Mech)
|